Eine Präventionskampagne der

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Informationsflut: Auf Signale des Rückens achten

Kampagne "Denk an mich. Dein Rücken" gibt Selbstständigen Tipps gegen den Info-Stress

Mann sitzt erschöpft am Schreibtisch

Die täglich wachsende Informationsflut verursacht bei vielen Berufstätigen Stress. Insbesondere Selbstständige können sich der Spirale aus immer neuen Vernetzungsmöglichkeiten und größer werdenden Informationsmengen selten entziehen - und drohen somit eines Tages ernsthaft zu erkranken. Alarmzeichen sind häufige Flüchtigkeitsfehler, eine gereizte Stimmung sowie Schlafprobleme. Auch wiederkehrende Rückenschmerzen können auf Stress hindeuten. Darauf macht die Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken" aufmerksam.

Telefonate, E-Mails, soziale Medien: Gerade Selbstständige sind auf Vernetzung angewiesen, um Aufträge zu gewinnen. "Die Angst, eine Gelegenheit zu verpassen, kann dazu führen, dass man permanent erreichbar ist", weiß Professor Dirk Windemuth, Leiter des Instituts für Arbeit und Gesundheit der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IAG). "Doch die Verfügbarkeit rund um die Uhr hat ihren Preis. Wer dauerhaft unter Stress arbeitet und diesen nicht abbauen kann, läuft Gefahr, die Gesundheit auf's Spiel zu setzen."

Freiberuflern, die durch die Informationsflut unter Stress leiden, empfiehlt der Psychologe:

  • Prioritäten setzen! Auf welche Informationen kann verzichtet werden? Welcher Newsletter kann abbestellt werden? Welches soziale Netzwerk bringt mehr Arbeit als Nutzen? Oftmals hilft es bereits, die Informationsmenge zu verringern, um sich wieder auf das Wesentliche konzentrieren zu können.
  • Stille Stunde einführen: Einmal täglich für eine ganze Stunde das Smartphone ausschalten, Anrufe auf den Anrufbeantworter umstellen, das Mailprogramm schließen und konzentriert an einer großen Aufgabe arbeiten. Das verhindert, dass sich gerade die umfangreichen Aufgaben auftürmen. Im Idealfall mit der stillen Stunde in den Tag starten, dann hat man das Gefühl, schon etwas geleistet zu haben.
  • Pause machen. Aber richtig! Wer mit Informationen arbeitet, sollte auf diese während der Pause bewusst verzichten. Das bedeutet: Auch keine privaten Nachrichten lesen! Besser: Spaziergang machen und ungestört etwas essen. Wer sein Smart-phone trotzdem nicht aus der Hand legen möchte, kann es mit einer Ruhe-App probieren, die zum Beispiel zu einer zehnminütigen Meditation anleitet.

Alarmzeichen richtig deuten

Wann der Zeitpunkt gekommen ist, gezielt etwas gegen den Stress zu unternehmen, signalisiert unter anderem der Rücken, der durch Muskulatur aufrecht gehalten und bewegt wird. Sind diese Muskeln durch Stress dauerhaft angespannt, kann dies zu Rücken-schmerzen führen. Aber auch Ein- und Durchschlafprobleme können sehr oft als Alarmsignal des Körpers gewertet werden. Daneben sollte auf die psychische Verfassung geachtet werden: "Ein gereiztes, aggressives Verhalten einerseits oder eine negative, nahezu teilnahmslose Stimmung andererseits können ebenfalls Ausdruck von zu viel Stress sein", so Windemuth. Nicht zuletzt leide auch die Qualität der Arbeit unter den ständigen Unterbrechungen, die das Abrufen neuer Informationen hervorrufe. "Weil immer weniger Zeit für die eigentliche Arbeit bleibt, kommt es zu vielen Fehlern. Und das kann schließlich ebenso dazu führen, Aufträge zu verlieren."


Denk an mich. Dein Rücken

Bewegung am Arbeitsplatz zu fördern, ist auch das Ziel der Präventionskampagne "Denk an mich. Dein Rücken". In der Kampagne arbeiten die Berufsgenossenschaften, Unfallkassen, ihr Spitzenverband Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), die Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau und die Knappschaft zusammen. Gemeinsam verfolgen sie das Ziel, Rückenbelastungen zu verringern.


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